Martin Ratzinger

Nach dem Studium der Theaterwissenschaften in München & Glasgow und Erfahrungen als Schauspieler bei George Tabori und Robert Lepage wechselte sein Interesse mehr und mehr in die Regie. Während seines Studiums leitete er sechs Jahre lang eine Amateurtheatergruppe in München. In den Jahren 1999/2000 war er Regieassistent am Nationaltheater in Weimar, zwischen 1995 und 2005 hat er immer wieder für das SNAP Theatre in England gearbeitet. Nach zwei Jahren am Theater Heidelberg arbeitete er von 2004-2014 am Staatstheater Darmstadt, wo er als Spielleiter und Hausregisseur tätig war. Derzeit ist er als freier Regisseur u.a. in Frankfurt (Fliegende Volksbühne) tätig.

Zu seinen Inszenierungen am Staatstheater Darmstadt zählen (Auswahl): Welche Droge passt zu mir? (Kai Hensel), Kälter als hier (Laura Wade, Deutschsprachige Erstaufführung), Der alte Tänzer und ich haben Liebe gemacht (Tomo Mirko Pavlovic, Uraufführung), Klamms Krieg (Kai Hensel), Hochzeitsreise (Vladimir Sorokin), Onkel Wanja (Anton Tschechow), Mein Kampf (George Tabori), Alle meine Söhne (Arthur Miller), Der Sängerkrieg der Heidehasen (James Krüss/Rolf Wilhelm), Nachtgeschichte (Lutz Hübner), Engel der Armen (Clemens Berger), Die Goldberg-Variationen (George Tabori), Eisenstein (Christoph Nußbaumeder), Grandhotel Bogotá (Martin Krumbholz), Der blaue Engel (Heinrich Mann/Peter Turrini), Ich war nie da (Lukas Linder), Die schönen Tage von Aranjuez (Peter Handke), Wer hat Angst vor Virginia Woolf? (Edward Albee)

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Martin Ratzinger schafft es, auch mit Amateuren komplexe Texte auf die Bühne zu bringen und psychologische Feinheiten herauszuarbeiten. Er fordert seine Schüler & bringt sie an ihre Grenzen, ohne sie zu überfordern und holt dabei Dinge aus ihnen heraus, von denen man gar nicht gewusst hat, dass sie in einem stecken. Es macht ungeheuren Spaß, sich auf die Arbeit mit ihm einzulassen!